Ein Blutfleck, Füllwatte die vermutlich von einer Jacke stammt, eine Vollsperrung und zwei Fahrzeuge von Feuerwehr und Polizei, die mit Blaulicht auf der B207 zwischen dem Hochstuhlstadtteil und der Kronsforder Allee in Lübeck stehen. Das ist alles was am frühen Freitagmorgen auf ein Drama, welches sich in der Nacht abgespielt haben muss hindeutet. Begonnen, so ist von einem Sprecher der Polizei zu erfahren, hat alles mit einem um 02.30 Uhr eingegangen Notruf. In diesem hat ein Autofahrer eine auf der B207 liegende Person gemeldet. Umgehend werden Rettungsdienst, ein Notarzt sowie Streifenwagen der Polizei auf die B207 geschickt. Vor Ort treffen sie auf eine auf der Bundesstraße liegende 23-jährigen Frau, die unverkennbar schwerste Verletzungen erlitten hat. Rettungsdienst und Notarzt kümmerten sich um die Frau und mussten diese nach ersten Informationen reanimieren. Nach der Erstversorgung wurde sie in Begleitung des Notarztes in eine umliegende Klinik gefahren. Nach Informationen der Polizei besteht akute Lebensgefahr.
Wie die Frau an diese durch eine hohe Leitplanke von Fuss- und Radweg getrennte B207 gelangt ist, ist indes am Morgen noch ein Rätsel. Ein Unfallfahrzeug, welches die Frau angefahren haben konnte kann nicht festgestellt werden. Schon früh beginnen Beamte der Polizei damit Spuren zu sichern und unter anderem die Videoaufzeichnung einer nahegelegenen Tankstelle zu sichten. Sie erhoffen sich davon Hinweise auf vorbeifahrende Fahrzeuge.
Zur Klärung wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter zum Unfallort bestellt. Dieser sammelt und dokumentiert akribisch alle noch so kleinen Spuren vor Ort. So dürften eine Reifenspur und dunkle Anfahrspuren an der Leitplanke auf Höhe des Auffinde Ortes für die weiteren Ermittlungen sicher eine große Rolle spielen.
Im Raum steht eine mutmaßliche Fahrerflucht. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Zeugen: Wer in der Nacht Beobachtungen gemacht habe oder sachdienliche Hinweise zu dem vermutlichen Unfallgeschehen hat möge sich unter der Rufnummer 0451/ 1310 oder an jede Polizeidienststelle wenden.
