Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte am Donnerstagabend gegen 19:35 Uhr zu einem dramatischen Einsatz in der Straße Groten Diek aus. Nach einem Notruf, wonach ein Kind auf dem Eis des Großen Teichs eingebrochen sein könnte, setzte die Integrierte Regionalleitstelle Süd sofort Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf. Gemeindewehrführer und Einsatzleiter Peter Jarchow erkannte die Dringlichkeit und erhöhte das Alarmstichwort. Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg, einer Drohnengruppe der Technischen Einsatzleitung des Kreises sowie der Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Hamburg. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt wurden ebenfalls entsandt.
Die Einsatzkräfte gingen mit Steckleitern und Booten auf das Eis, um die mutmaßliche Einbruchstelle ausfindig zu machen. Zur besseren Ausleuchtung wurde die Drehleiter eingesetzt, während die Drohnengruppe aus der Luft unterstützte. Tatsächlich wurde eine Einbruchstelle im Eis entdeckt und von Kräften in Trockenanzügen abgesucht. Der Teich ist an den meisten Stellen nur 50 bis 100 Zentimeter tief.
Im Verlauf des Einsatzes trafen die Rettungskräfte ein Kind am Ufer des Teiches an. Nach anfänglichem Zögern berichtete es, dass insgesamt drei Kinder auf dem Eis gespielt hatten. Nach einem lauten Knacken rannten zwei Kinder vom Eis, während das dritte zunächst vermisst wurde. Besorgte Eltern alarmierten daraufhin die Polizei. Nach Bekanntgabe der Wohnanschrift durch das angetroffene Kind suchten Polizeibeamte diese auf und konnten das vermisste Kind wohlbehalten antreffen.
Nach etwa eineinhalb Stunden konnte der Einsatz am Großen Teich beendet werden. Gemeindewehrführer Jarchow zeigte sich erleichtert und dankte allen beteiligten Kräften für das schnelle und professionelle Handeln.
