17-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf der L87

Rethwisch/Klein Boden.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L87 zwischen Rethwisch und Klein Boden ist am Sonntagabend ein 17-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der Jugendliche aus dem Landkreis Harburg war gegen 18.40 Uhr in einer Kurve in den Gegenverkehr geraten und mit einem Volvo-SUV zusammengestoßen.

Nach bisherigen Informationen war der 17-Jährige mit drei weiteren Motorradfahrern unterwegs. Die Gruppe kam aus Richtung Klein Boden. In einer 90-Grad-Kurve geriet der Jugendliche mit seinem 125-Kubik-Motorrad der Marke Aprillia aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Volvo, in dem sich vier Personen befanden, darunter ein Kind.

Der Motorradfahrer wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Hinterrad unter dem SUV eingeklemmt und offenbar mehrere Meter mitgeschleift. Seine Begleiter leisteten unmittelbar Erste Hilfe und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe unterstützte die Ersthelfer telefonisch bei der Wiederbelebung.

Die Leitstelle löste Großalarm für Rettungsdienst und Feuerwehr aus. Vier Rettungswagen, eine Notärztin, der Rettungshubschrauber Christoph 12 sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes wurden zur Unfallstelle alarmiert. Nach dem Eintreffen übernahmen die Rettungskräfte die Versorgung des Jugendlichen. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen konnte der 17-Jährige nicht gerettet werden.

Die vier Insassen des Volvos wurden durch Rettungswagen und First Responder des Arbeiter-Samariter-Bundes in eine Lübecker Klinik gebracht. Nach Angaben vom Abend konnten alle vier Personen, darunter auch das Kind, das Krankenhaus später wieder verlassen.

Die drei weiteren Mitglieder der Motorradgruppe wurden von Helfern der Notfallseelsorge betreut und zur weiteren Versorgung in eine Rettungswache gebracht. Der Leichnam des 17-Jährigen wurde später von einem Bestattungsunternehmen abgeholt.

Der Volvo sowie das vollständig zerstörte Motorrad wurden von Abschleppunternehmen geborgen. Die L87 blieb für die Unfallaufnahme sowie die Rettungs- und Bergungsarbeiten bis nach Mitternacht voll gesperrt. Die genaue Unfallursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.